Queeres Leben in den 1920ern

Queeres Leben in den 1920ern
Vortrag von Vincent Maron (SCHMIT-Z e.V.)

Trier, Stadtmuseum Simeonstift

Simeonstiftplatz, 54290 Trier (Deutschland) - Karte
Der Vortrag beleuchtet das queere Leben in den Goldenen Zwanzigern.

Die neuen Modeformen und Körperideale zeigen, dass die Grenzen zwischen den Geschlechtern in den 20er-Jahren am Aufbrechen sind. Dennoch ist Homosexualität laut § 175 in Deutschland strafbar.

Juristisch bezieht sich der Paragraph auf Männer, doch auch homosexuelle Frauen werden in der Weimarer Republik diskriminiert. Hier kommt dem Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld eine wichtige Bedeutung zu.

Er stellt im Berlin der 20er-Jahre sogenannte Transvestitenbescheinigungen aus. Das klingt nach Stigmatisierung, schützt aber queere Menschen vor Strafverfolgung. Hirschfeld ist selber homosexuell.

Vom fernen Berlin lässt er der Trierer Stadtbibliothek Ausgaben seiner Publikationen zukommen, weil er befürchtet, dass seine Schriften im konservativen Trier sonst nicht gelesen werden. Das spricht Bände über den Umgang mit queerem Leben in Trier, das für diese Zeit kaum erfasst ist.

Erst durch die systematische Verfolgung seitens der Nationalsozialisten werden die Mitbürgerinnen und Mitbürger aktenkundig. Eine von ihnen ist die Dichterin Gertrud Schloß.

Die Veranstaltung ist für Studierende der Universität Trier und der Hochschule Trier im Rahmen von DIMIDO kostenlos.

Kein Zugang zur Ausstellung.
Rollstuhlfahrer-Information
Die Veranstaltung ist barreirefrei.
Veranstalter: Stadtmuseum Simeonstift, Stadt Trier
Bild links: © Stadtmuseum / Bild rechts: © Stadtmuseum
Preise
 
1
Freie Platzwahl
Normalpreis€ 9.30
Di., 13.10.2026 - 19.00 Uhr Tickets bestellen